Lebenskompetenzen

Inhalt

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Lebenskompetenzen als diejenigen Fähigkeiten, «die es den Menschen ermöglichen, ihr Leben zu steuern und auszurichten und ihre Fähigkeit zu entwickeln, mit den Veränderungen in ihrer Umwelt zu leben und selbst Veränderungen zu bewirken». 

Basierend auf der Arbeit der WHO hat Abenteuerinsel 13 Lebenskompetenzen identifiziert. Für jede Lebenskompetenz schlägt Abenteuerinsel Aktivitäten vor, die dazu dienen, sie zu erleben und bei Bedarf zu fördern.


Start

A | Selbstwahrnehmung

Die Jugendlichen wissen, wer sie sind, welche Stärken und Schwächen sie haben, was für sie gut oder schlecht ist und können erreichte Ziele als eigene Leistung bewerten.

  • A1 | Einsatz | Glückliche Smileys | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A2 | Ehct ksras! | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A3 | Die Seelenverwandten | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • A4 | Selbst- und Fremdwahrnehmung | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

B | Achtsamkeit

Die Jugendlichen erleben bewusst, was sie fühlen, was sie denken, was sie wahrnehmen und akzeptieren sich selbst und ihr Leben, so wie es ist.

  • B1 | Ich wünsche dir alles Gute | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • B2 | Handfläche-Zeichnungen
  • B3 | Bewegte Fingerberührung
  • B4 | Der Tempel der Tausendspiegel | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

C | Gefühlswahrnehmung

Die Jugendlichen wissen, wie sie sich fühlen, warum sie bestimmte Gefühle erleben und wie sie ihre Gefühle mit verschiedenen Begriffen nennen können.

D | Umgang mit Gefühlen

Die Jugendlichen können mit Gefühlen umgehen, ohne dass für sich und/oder für andere Personen Schaden entsteht.

  • D1 | Note 2 | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • D2 | Zidane`s Koptsoss | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

E | Empathie

Die Jugendlichen können sich in die Gedanken und Gefühle einer anderen Person hineinversetzen. Sie freuen sich, wenn sich jemand freut. Sie leiden mit, wenn jemand leidet.

  • E1 | Alter Mann oder Königin? | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • E2 | Was ist los? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

F | Kritisches Denken

Die Jugendlichen sind sich bewusst, dass verfälschte Inhalte mit manipulativem Zweck zirkulieren und wissen (ansatzweise), wie sie diese Inhalte erkennen können.

  • F1 | Wie ist das Wetter? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F2 | Schuhgrösse und Lohn | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F3 | Ich habe gehört, dass... | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • F4 | Schwebendes Blatt
     

G | Selbstkritisches Denken

Die Jugendlichen sind bereit, eine Meinung oder auch eine Überzeugung zu revidieren, wenn sie neue Erkenntnisse gewinnen.

  • G1 | Multitasking | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • G2 | Selektive Wahrnehmung der Wahrscheinlichkeit | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • G3 | Perspektiven erweitern | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

H | Kreatives Denken

Die Jugendlichen sind fähig, für Problemstellungen und Aufgaben individuelle Lösungen zu erarbeiten, die ein gewisses Innovationspotential oder eine gewisse Originalität aufweisen.

  • H1 | Regie führen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • H2 | Punkte verbinden | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

I | Stressbewältigung

Die Jugendlichen merken, ob sie gestresst sind und kennen problemlöseorientierte / emotionsregulierende Strategien, um damit umzugehen.

  • I1 | Singen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • I2 | Zombie | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen  
  • I3 | 1.2.3 | Stress | Für den Projektor
     

J | Kommunikationsfertigkeiten

Die Jugendlichen können sich situativ angemessen verbal und nonverbal verständlich machen, sie können zuhören, eine Diskussion führen, Konflikte friedlich lösen.

  • J1 | Erklärungen for dummies | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • J2 | Das Etui | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

K | Entscheidungen treffen

Die Jugendlichen sind bereit und fähig, Entscheidungen zu treffen (auch unter Druck), Vor- und Nachteile für sich und für andere abzuwägen und das Handeln danach auszuführen.

  • K1 | Gletscher schmelzen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • K2 | Die Händler*innen | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • K3 | Das Schachbrett | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

L | Problemlösefertigkeit

Die Jugendlichen können Probleme erkennen, beschreiben, (faire) Strategien zu ihrer Lösung überlegen und bei Bedarf Hilfe suchen.

  • L1 | Die 5-B | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
  • L2 | Der Mönch  | Für den Projektor
     

M | Beziehungsfähigkeit

Die Jugendlichen können gut mit den Kollegen*innen zusammenarbeiten, eigene Anliegen kommunizieren und die Bedürfnisse anderer Menschen ernst nehmen. Sie können zudem Freundschaften schliessen, pflegen, beenden sowie Wünsche von anderen ablehnen.

  • M1 | Einsatz | Die Tür
  • M2 | Wer bist du? | Für den Projektor | Word-Dokument herunterladen | PDF-Dokument herunterladen
     

Abschluss

Vorschläge, wie man den Einsatz von Abenteuerininsel beenden kann

  • Auf die Schulter klopfen
      

Ausschluss

Vorschlag, wie Sie reagieren können, falls ein Schüler oder eine Schülerin respektlos handelt.

Beschreibung der Lebenskompetenzen · Zum Hauptmenü

Eine detaillierte Beschreibung der Lebenskompetenzen finden Sie im Dokument «Lebenskompetenz entwickeln – Eine Arbeitshilfe für Schulen» der Pädagogischen Hochschule FHNW – Institut Weiterbildung und Beratung und der Suchtprävention Aargau

Im Folgenden werden die Lebenskompetenzen in Kürze beschrieben.

  • A | Selbstwahrnehmung
    Die Jugendlichen wissen, wer sie sind, welche Stärken und Schwächen sie haben, was für sie gut oder schlecht ist und können erreichte Ziele als eigene Leistung bewerten.
  • B | Achtsamkeit
    Die Jugendlichen erleben bewusst, was sie fühlen, was sie denken, was sie wahrnehmen und akzeptieren sich selbst und ihr Leben so, wie es ist.
  • C | Gefühlswahrnehmung
    Die Jugendlichen wissen, wie sie sich fühlen, warum sie bestimmte Gefühle erleben und wie sie ihre Gefühle mit verschiedenen Begriffen benennen können.
  • D | Umgang mit Gefühlen
    Die Jugendlichen können mit Gefühlen umgehen, ohne dass für sich und/oder für andere Personen Schaden entsteht.
  • E | Empathie
    Die Jugendlichen können sich in die Gedanken und Gefühle einer anderen Person hineinversetzen. Sie freuen sich, wenn sich jemand freut. Sie leiden mit, wenn jemand leidet.
  • F | Kritisches Denken
    Die Jugendlichen sind sich bewusst, dass verfälschte Inhalte mit manipulativem Zweck zirkulieren und wissen (ansatzweise), wie sie diese Inhalte erkennen können.
  • G | Selbstkritisches Denken
    Die Jugendlichen sind bereit, eine Meinung oder auch eine Überzeugung zu revidieren, wenn sie neue Erkenntnisse gewinnen, die dagegen sprechen.
  • H | Kreatives Denken
    Die Jugendlichen sind fähig, für Problemstellungen und Aufgaben individuelle Lösungen zu erarbeiten, die ein gewisses Innovationspotential oder eine gewisse Originalität aufweisen.
  • I | Stressbewältigung
    Die Jugendlichen merken, ob sie gestresst sind und kennen problemlöseorientierte / emotionsregulierende Strategien, um damit umzugehen.
  • J | Kommunikationsfertigkeit
    Die Jugendlichen können sich situativ angemessen verbal und nonverbal verständlich machen, sie können zuhören, eine Diskussion führen, Konflikte friedlich lösen.
  • K | Entscheidungen treffen
    Die Jugendlichen sind bereit und fähig, Entscheidungen zu treffen (auch unter Druck), Vor- und Nachteile für sich und für andere abzuwägen und das Handeln danach auszuführen.
  • L | Problemlösefertigkeit
    Die Jugendlichen können Probleme erkennen, beschreiben, (faire) Strategien zu ihrer Lösung überlegen und bei Bedarf Hilfe suchen.
  • M | Beziehungsfähigkeit
    Die Jugendlichen können gut mit den Kollegen*innen zusammenarbeiten, eigene Anliegen kommunizieren und die Bedürfnisse anderer Menschen ernst nehmen. Sie können zudem Freundschaften schliessen, pflegen, beenden sowie Wünsche von anderen ablehnen.

Weitere psychosoziale Begriffe · Zum Hauptmenü

Wer die 13 Lebenskompetenzen aufmerksam gelesen hat, hat festgestellt, dass wichtige Begriffe aus der Psychologie wie die Selbstwirksamkeit von Bandura, das Kohärenzgefühl von Antonovsky (mit den drei Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit), sowie die Theorie der kognitiven Dissonanz nicht erwähnt werden. Diese fliessen stattdessen in die 13 Lebenskompetenzen hinein:

  • Das Kohärenzgefühl spielt z.B. eine wesentliche Rolle bei der Stressbewältigung (I);
  • Wie man mit Dissonanzen umgeht, hat u.a. einen Einfluss auf das kritische (F) und selbstkritische Denken (G);
  • die Selbstwirksamkeit kann bestimmen, ob und welche Entscheidungen getroffen (K) werden.

Icon Erfahrung
  • Die 13 Lebenskompetenzen bilden ein umfangreiches Gerüst, in die andere Erkenntnisse aus der Psychologie sowie die personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen gemäss Lehrplan 21 einfliessen können.

Kritische Betrachtung · Zum Hauptmenü

Lebenskompetenzen sind Fähigkeiten. Und Fähigkeiten gelten grundsätzlich als etwas Positives: je mehr man davon hat, desto besser.

Diese Sichtweise möchten wir an dieser Stelle relativieren, um einerseits Abstand von der Illusion des perfekten Menschen zu nehmen, der alles kann und jede Herausforderung mit heldenhafter Bravour meistert, andererseits, um auch für mögliche Risiken von Kompetenzen zu sensibilisieren.

Das Thema ist sehr umfassend und äusserst komplex. An dieser Stelle wird es nur mit einigen Gedanken gestreift.

Differenzierung

Welche Kompetenzen eine Person im Leben braucht, hängt von ihrem sozialen Kontext sowie ihren Bedürfnissen ab. Das Ziel soll nicht sein, jede Fähigkeit bis ins kleinste Detail zu beherrschen, sondern diejenigen zu pflegen und zu fördern, welche für sich und für die Mitmenschen auch relevant sind.

Darüber hinaus sollen Kompetenzen nicht nur als Eigenschaft einer Person, sondern systemisch betrachtet werden. Eine Kompetenz, die sich in einem vertrauten Bereich bewährt hat, kann scheitern, wenn sich die Lebensbedingungen ändern. Eine Schülerin kann z.B. im schulischen Setting im Umgang mit sozialen Beziehungen, Prüfungen und schulbezogenen Aufgaben Emotionen optimal regulieren. Wenn plötzlich ihre Mutter an Krebs erkrankt, können unerträgliche Gefühle sie trotzdem aus dem Gleis werfen. Kompetenzen und äussere Bedingungen (wie das soziale Umfeld) stehen in Wechselwirkung. Entscheidend ist also nicht nur, ob man bestimmte Fähigkeiten hat, sondern welche Aufgaben damit bewältigt werden müssen.

Selbsteinschätzung

Ist eine relevante Fähigkeit zu wenig ausgeprägt, ist es sinnvoll, dies - liebevoll mit sich selbst - zu akzeptieren und daran zu arbeiten. Dies bedeutet aber auch, anzuerkennen, dass man Schwächen hat, anstatt sie zu verdrängen oder mit – für sich oder für andere Menschen – schädlichen Handlungen zu kompensieren, um das eigene Image / den eigenen Selbstwert zu schützen. Mit sich selbst wohlwollend kritisch zu sein, ist eine zentrale Grundfähigkeit, die verdient hat, als selbstständige Kompetenz aufzutreten: eine Fähigkeit, die nicht bei allen Menschen, und – das muss man zugeben – auch nicht bei manchen erfolgreichen Leuten in Führungsposition anzutreffen ist.

Man könnte an dieser Stelle die Diskussion einleiten, was man unter Erfolg versteht und welche Kompetenzen in welcher Kombination sowie in welchem Kontext die Erfolgschancen erhöhen. Überlegungen dazu würden aber zu weit führen.

Das selbstkritische Denken hat auch eine Schattenseite und diese erkennt man bei Menschen, die Mühe haben, sich selbst und ihre Fähigkeiten zu akzeptieren, d.h. ihren Wert und ihre Stärken zu valorisieren. Sie sind und sie können viel mehr als was sie sich zutrauen. In diesem Fall ist das primäre Ziel nicht die Förderung von Kompetenzen, sondern sich selbst aufzuwerten und das Vertrauen in sich zu steigern. «Mehr können» ist nicht immer der beste Weg: Manchmal ist es besser zu lernen, «sich zu schätzen, so wie man wirklich ist».

Chancen, Risiken und Werte

Kompetenzen sind Chancen, bergen aber auch Risiken. Wie das Dynamit: Das mächtige Instrument kann genutzt werden, um Tunnel zu bohren oder Menschenleben zu beenden.

Ein Beispiel: Die Fähigkeit, empathisch zu sein, kann in einer gut funktionierenden Freundschaft die Beziehung festigen, was als wichtige Ressource für die Bewältigung von schwierigen Herausforderungen gilt. Die gleiche Fähigkeit kann dennoch auch schlimme Auswirkungen haben, wenn diese von jemandem missbraucht wird, um persönliche Vorteile zum Nachteil anderer Menschen zu erzielen.

Die Förderung von Kompetenzen und die Reflektion über die persönlichen Werte, die das eigene Tun prägen, sollten deswegen parallel verlaufen, um die Chance zu vergrössern, dass mehr Kompetenz auch mehr Lebensqualität für sich und für die Mitmenschen bedeutet.


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