Diese Anlaufstellen und Fachpersonen helfen dir bei Fragen, Zweifeln oder Problemen im Zusammenhang mit Medikamentenmissbrauch und Mischkonsum.

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safezone.ch berät dich professionell, anonym und kostenlos bei Fragen zu Tabak, Cannabis, Alkohol, Misch-Konsum und anderen Suchtproblemen.

Blaues Kreuz | Beratungsstelle für Alkoholprobleme
Das Blaue Kreuz bietet Beratungsangebote für Betroffene, Angehörige und Familien u.a. zum Alkoholkonsum. Die Beratungen sind kostenlos und werden von qualifizierten Fachpersonen angeboten. Das Angebot umfasst Information und Abklärung, Kurzberatung, Einzel-, Paar- und Familienberatung sowie Gruppen für Betroffene, Angehörige und Kinder.

Anlaufstellen für Labortests
Deine einzige Anlaufstelle für Medikamente sollte immer eine Apotheke oder eine Arztpraxis sein. Was du online oder auf der Strasse kaufst, ist eine Blackbox. Wenn du es trotzdem tust, lasse deine Medikamente bitte testen:

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Medikamente
Inhalt

Die gefährlichen Folgen des Mischkonsums

Das Wichtigste in Kürze

Mischkonsum: Warum der Mix gefährlich ist

Wenn du Medikamente zeitnah mit Alkohol, Cannabis oder anderen Drogen nimmst, nennt man das Mischkonsum. Das ist unberechenbar und riskant.

1. Was passiert im Körper?

  • Die Wirkung wird viel stärker als erwartet oder völlig anders.
  • Das Risiko für Unfälle steigt.
  • Im schlimmsten Fall hörst du auf zu atmen (Atemstillstand).

2. Besonders gefährliche Mischungen

  • Schlafmittel und Alkohol: Die Müdigkeit wird extrem verstärkt. Du kannst bewusstlos werden oder im Schlaf ersticken.
  • Opioide (starke Schmerzmittel) und Alkohol: Beide Stoffe verlangsamen deinen Herzschlag und deine Atmung. Das ist lebensgefährlich.
  • Hustensaft ("Lean") und Alkohol: Durch süsse Getränke schmeckt man die Medizin nicht. Man nimmt schnell zu viel davon, was zu einer Überdosis führen kann.
  • Medikamente und Aufputschmittel: Man fühlt sich nüchterner, als man ist. Wenn die eine Wirkung nachlässt, haut die andere dich um.

3. Unberechenbares Risiko

Niemand – auch kein Arzt und keine Ärztin – kann genau vorhersagen, wie dein Körper auf einen Mix reagiert. Deshalb lautet die dringende Empfehlung: Verzichte auf Mischkonsum.

Wenn du verschiedene Substanzen wie Medikamente, Alkohol oder Cannabis gleichzeitig oder kurz nacheinander konsumierst, nennt man das Mischkonsum. Die Wirkungen dieser Substanzen überlagern sich und werden unvorhersehbar (Quelle).

Eine junge Person mischt Alkohol mit Medikamenten.

Jede dieser Substanzen kann schon für sich allein riskant sein. Aber in Kombination? Dann wird es noch gefährlicher. Die Wirkung kann sich völlig anders anfühlen als erwartet oder viel stärker ausfallen.

Mögliche Folgen: Überdosierungen mit lebensbedrohlichen Folgen bis zum Atemstillstand und das Risiko für Stürze und Unfälle nimmt zu.

Gefährliche Kombinationen

Bestimmte Kombinationen psychoaktiver Substanzen sind besonders gefährlich, einige davon in Verbindung mit Medikamenten (Quelle).

Schlaf- und Beruhigungsmittel mit Alkohol

Wenn du Beruhigungsmittel wie Xanax oder Valium mit Alkohol mischst, verstärken sich die dämpfenden Wirkungen gegenseitig. Das kann dich richtig schläfrig machen, Atemprobleme verursachen und sogar zu Bewusstlosigkeit führen.

Du könntest im schlimmsten Fall an deinem Erbrochenen ersticken oder einen Atemstillstand erleiden. Beides kann tödlich enden.

Schmerzmittel/Opioide und Alkohol

Opioidhaltige Schmerzmittel wie Oxycodon, Tramadol, Tilidin oder Codein sind schon riskant, wenn man sie einzeln nimmt. Kombinierst du sie mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln, wird es lebensgefährlich.

Alle diese Substanzen verlangsamen deine Atmung und deinen Herzschlag. Es besteht die Gefahr einer tödlichen Überdosis.

Verschiedene Medikamente in Kombination

Mehrere Medikamente ohne ärztliche Kontrolle einzunehmen, ist ein hohes Risiko für deine Gesundheit. Die Wirkstoffe können sich gegenseitig verstärken, blockieren oder völlig unerwartete Reaktionen auslösen.

Das Bild zeigt verschiedene Medikamente, die Organe schädigen.

Vor allem dein Herz-Kreislauf-System kann dabei richtig ausser Kontrolle geraten. Besonders gefährlich ist die Mischung von verschiedenen dämpfenden Medikamenten, z.B. Opioiden und Benzodiazepinen.

Medikamente und andere Substanzen

Wenn du zum Beispiel Beruhigungsmittel mit Aufputschmitteln wie Kokain oder Amphetamin kombinierst, fühlt es sich vielleicht so an, als würden sich die Wirkungen gegenseitig aufheben. Das verleitet schnell dazu, von beidem noch mehr einzunehmen.

Doch sobald eine Substanz in ihrer Wirkung nachlässt, schlägt die andere mit voller Wucht zu. Das ist wie eine Kettenreaktion, die das Risiko für deine Gesundheit unkontrollierbar erhöht und zu einer Überdosis führen kann.

Hustensaft und Alkohol/Benzodiazepine (Quelle)

‚Lean’ oder ‘Purple Drank‘ sind Mischungen aus verschreibungspflichtigem Hustensaft (mit Codein oder Dextromethorphan (DXM)), Sprite/Softdrinks und eventuell anderen Substanzen. 

Weil der medizinische Geschmack überdeckt wird, unterschätzt du schnell einmal, wie viel vom Wirkstoff du bereits eingenommen hast.

Das entspannte, schläfrige Gefühl hat die gleichen Risiken wie bei anderen Opioiden: Dir kann übel und schwindelig werden, im schlimmsten Fall drohen Atemnot und Bewusstlosigkeit. Kommt dann noch Alkohol oder ein anderes Beruhigungsmittel dazu, wird es durch einen möglichen Atemstillstand lebensgefährlich.

Unberechenbare Wirkung

Das Riskanteste am Mischkonsum? Du kannst nie wissen, was passiert. Auch wenn dir eine Substanz schon vertraut ist und du weisst, wie sie auf dich wirkt, kann sie in Kombination mit anderen Substanzen völlig anders wirken.

Die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Substanzen kann niemand genau vorhersagen, nicht mal Ärzt*innen oder Wissenschaftler*innen. Deshalb ist Mischkonsum immer ein Risiko. Daher empfehlen wir dir unbedingt: Verzichte auf Mischkonsum.

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